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3.9.2009 von admin.
kleiner Nachtrag zum letzten Artikel:
Leider ist der User Mitridate nicht mehr aktiv (nach nur 17 Tagen!). Kenner wissen, was es bedeutet, wenn unter dem Benutzernamen kein “Rang” mehr auftaucht. Adieu Mitridate, ich werde Deine Beiträge sehr vermissen.

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11.8.2009 von admin.
Seit dem Super-GAU im Tamino-Forum war es längere Zeit eher ruhig im Wiener Forum, um nicht zu sagen etwas farblos. Mit Ausnahme der üblichen Legasthenie-Threads gab es kaum lesenswertes oder belustigendes.
Mit der Registrierung des Benutzers “Mitridate” hat sich dieser Zustand jedoch schlagartig geändert. Schon der erste Beitrag dieses Users ist an Überheblichkeit nicht zu toppen. Es geht um das vemeintliche Sängerproblem in Bayreuth, und von Mitridate ist in diesem Zusammenhang zu lesen:
ZITAT:
[…]Ich rede hier nicht von den werkentstellenden “Interpretationen” des heutigen Bayreuth durch Schlingensief, Dorst & Co, die bei mir nur noch Würgereize
hervorrufen;
sondern von den grottenschlechten Solisten, die sich in Bayreuth, anscheinend bar jedlicher Selbstkritik, auf die Bühne stellen. Als Beispiel sein hier genannt die diesjährige Brühnhilde (Namen merke ich mir erst garnicht), der unterirdische Wotan des Herrn Dohmen, oder gar der Siegfried des Herrn Franz, dem man im vorherigen Jahrtausend vielleicht den Mime in Neu-Strehlitz angeboten hätte, zu mehr reicht es eh nicht……….[…]
In Folgebeiträgen wird dann weiter kräftig auf noch lebenden Künstlern herumgedroschen:
Gesammelte ZITATE aus dem Tamino-Klassikforum:
gegen Alfredo Kraus ist Florez ein Anfaenger
waere Schrott nicht zufaellig der Schmusi der Starsopranisten Netrebko wuerde es keiner merken, dass es ihn gibt
ich denke, man sollte Herrn Thielemann nicht so ernst nehmen. Er ist für mich ein “möchtegern Kapellmeister“, deren gab es vor ihm auch schon mehrere (H.v.K
.). Er macht auf mich den Eindruck, er würde gerne ein zweiter Abendroth werden, von der Frisur her klappt es ja schon, nur sind die musikalischen Stiefel viel zu groß für ihn 
sicherlich Netrepko und natürlich Bartoli, die mit ihren immer nur angesungenen oder angedeutetenTönen (Leider typisch für viele Sängerinnen der heutigen Zeit) und ihren unsauberen Kolaraturen, ihrem Hang zum Schreien einfach massiv überbewertet ist.
ZITATESAMMLUNG ENDE
Gegen eine freie Meinungsäußerung ist ja nichts einzuwenden, aber das arrogante und abschätzige Geschwafel über lebende Künstler würde ich in meinem Forum nicht dulden. Ich würde (BTW) auch nicht dulden, daß mein Forum als Plattform für den Tausch von CD-Kopien missbraucht wird, so wie von Mitridate u.a. am 10. August um 18:30 geschehen:
| Zitat: |
Kenne ich leider nicht, würde mich aber sehr interessieren!
LG
Harald 
Harald,
wenn Du eine Kopie möchtest, schicke mir bitte Deine Adresse, ich kann sie in meiner (Un) Ordung leider nicht mehr finden 
cheers
Hier sollte der Forenbetreiber etwas wachsamer sein, denn so etwas kann richtig Ärger geben.
Zum Schluß noch ein witziges Zitat von meinem neuen Lieblingsuser Mitridate (ja echt, er toppt sogar FGB):
Zitat:
Außerdem stört mich auch das übertrieben starke Vibrator der Geigen, leider auch ein Mittel vieler Dirigenten heute, künstliche “Breite” zu erzeugen.
Als Wagner die Musik komponierte wurde übrigends OHNE Vibrator gespielt, und genau das Klangbild hatte er vor Augen.
:-)))))
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15.6.2009 von admin.
ich greife Deinen Kommentar aus dem vorangegangenem Beitrag auf:
[…]nachdem Du ja so begeistert über das “enue Forum” geschreiben hattest , sieht es jetzt so aus , als ob Dein Sicht auf dieen Forenwelt(en) sich doch stark verändert hat .[…]
Ich kenne das “enue Forum” bislang nicht, und habe darüber auch bisher hier wohl nichts geschrieben. Kannst Du mir bitte einen Link schcken? Mein(e) Sicht auf die Forenwelt (en) hat sich insofern doch stark verändert, als ich NICHT nachtragend bis über den Tod hinaus bin.
Beiträge von Dir in dem “neuen Forum” sollen “gelöscht” worden sein von einem der aus dem bedeutesten Forum ( ww. Tamino-Klassikforum.at ) Ausgeschiedenen . Wie kommt es .
… dann habe ich wohl selbst Beiträge gelöscht? Ich kann Deinen Ausführungen nicht folgen, tut mir Leid.
Und dann : Diese “neue Forum” schluckt gleich die fast nicht mehr wahrgenommene Konkurrenz www.das-klassikforum.de von Nils Günther und Richard Ross .
Frage : Wann löst sich denn das “neue Forum” wieder auf ?
D u hattest jetzt doch auch asl Selbstbetreiber eines Brucknerforums soviel Insiderwissen , dass Du dies approximativ eigentlich bentworten können müsstest .
W a s sollte denn das “neue Forum” Neus bieten können .
Nicht viel , wenn man an die zig tausend von Beiträgen denkt , die die Begründer und Gefolgsleute schon im Wiener Tamino-Klassikforum geschriben haben - oder ?Einen schönen Abend wünsche ich Dir !
Frank ( Georg Bechyna )
PS.: An einer Antwort von Dir wäre ich persönlich doch sehr interessiert . Beobachten und analysieren ist der eine Teil ; dies auszuwerten sollte aber folgen !
Lieber Frank, ist das wirklich Dein Ernst? Reiß Dich doch bitte mal ein bisschen zusammen; das ist wirklich gut gemeint.
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12.6.2009 von admin.
Aus gegebenem Anlaß, und weil ich mich des Eindrucks nicht erwehren kann, daß es immer noch Personen gibt, die meinen, das Internet sei ein rechtsfreier Raum, in dem man von sich geben kann, was einem gerade so in den Kram passt, hier die Stellungnahme eines Rechtsanwalts zu diesem Themenkomplex.
Zur Unterlassung von Unterstellungen etc in Foren:
Grundsätzlich macht es keinen Unterschied, ob ein Forum öffentlich/halböffentlich ist – Sie haben einen Schutz/Abwehr/ und Unterlassungsanspruch gegen die Verbreitung von Unwahrheiten, insbesondere wenn diese strafrechtlich relevant sind. Man wird den Autoren – soweit sie identifizierbar sind – zur Beseitigung (falls nicht mehr editierbar zur Widerruf) unrichtiger Behauptungen auffordern müssen. Plus eine Verpflichtung, sich zukünftiger Verbreitungen zu enthalten.
Wer also der Auffassung ist, daß ein sogenanntes geschlossenes Internetforum (also ein Forum, bei dem eine Registrierung Voraussetzung zum Lesen der Beiträge ist), dem Privatbereich zuzurechnen ist, unterliegt einem Trugschluß.
Wer also der Auffassung ist, daß
“[…]Private, nichtöffentliche Kommunikation wird in einem Rechtsstaat wohl auch weiterhin nicht Gegenstand einer juristischen Auseinandersetzung sein können.[…]”
sollte sich darüber im Klaren sein, daß die Kommunikation in einem Internetforum nicht privat ist.
Dieser Beitrag stellt keine Rechtsberatung dar; Zitate sind gekennzeichnet und aus dem Kopf zitiert. Der Beitrag gibt die persönliche Auffassung und Meinung des Autors wieder.
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9.6.2009 von Szenekenner.
Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
die Zeiten der öffentlichen Selbsbespiegelungsthreads” haben offensichtlich ein Ende gefunden; sich selbst zu hinterfragen findet nunmehr in der Hauptsache in internen Bereichen der verbliebenen Internetforen statt. Wofür bis vor kurzem noch das Forum der Klassikakzente gerade gut war, nämlich eine Plattform für die interforianischen Nicklichkeiten zur Verfügung zu stellen, diese Funktion hat anscheinend nun die Wiener Zeitung übernommen.Es gibt, so hat es den Anschein, keinen anderen Artikel in der WZ, der so häufig und von so vielen unterschiedlichen Lesern kommentiert worden ist, wie der Artikel von Edwin Baumgartner über den Tamino-Exodus (Link).
Für einen unbedarften Außenstehenden ist so viel Thermik schwer nachvollziehbar. Hier geht es es doch nicht um Weltpolitik, um den Untergang der Menschheit oder um eine bevorstehende Naturkatastrophe? Nein, es geht um einen Themenbereich, der in unserer Gesellschaft doch eher eine Randerscheinung ist, nämlich die so bezeichnete “klassische Musik”!
Was steckt also dahinter, daß dieses Interessenbegiet die Gemüter immer wieder so aufheizt? Warum herrscht in dieser Szene so viel Eitelkeit? Wer sind eigentlich die Menschen, die sich in diesen Grüppchen immer wieder inszenieren? Gehört der echte Musikliebhaber nicht eigentlich in den Konzertsaal, ins Opernhaus oder vor die heimische Stereonlage?
Eine gewagte These: Es geht gar nicht um die Musik. Musik ist nur das Vehikel der Selbstpräsentation. Die Musik wird instrumentalisiert, um sich selbst in Szene zu setzen. Kein anderer Themenbereich eignet nämlich so gut, wie Musik. Außer einer Partitur, die aber nichts weiter ist als ein “Leitfaden”, gibt es nämlich nichts greifbares in der Musik. Jeder Dirigent und jedes Orchester lassen doch bei jedem Konzert und bei jeder Studioaufnahme ein neues Werk entstehen. Erlaubt ist, was gefällt. Und genauso verhält es sich doch mit dem Schreiben über Musik. Kaum etwas ist greifbar und wirklich nachvollziehbar, und somit immer subejktiv. Man kann einen Komponisten und sein Werk mögen, aber es wird immer Einspielungen geben, die keinen Gefallen finde, die auf Ablehnung stoßen. Worüber reden wir also? Worüber schreiben wir?
Versuchen wir noch einmal, den Typus “Klassikforenschreiber” etwas näher unter die Lupe zu nehmen (n.b.: dieser Artikel betrifft nur Klassikforenschreiber männlichen Geschlechts, weibliche Teilnehmerinnen fühlen sich bitte nicht angesprochen!):
Typ 1:
Der Mitfünfziger, der es im echten Leben nicht schafft, mit anderen Menschen in sozialen Kontakt zu kommen. Er ist unverheiratet, vielleicht sogar homosexuell, und lebt noch bei seiner (meist kranken) Mutter. Er gibt vor, eloquent und generalgebildet zu sein, seine Beiträge verraten aber zwischen den Zeilen, daß es sich um einer eher unsicheren Typ handelt.
Typ 2:
Der hochintellektuelle Typ, er kennt sich in allen Bereichen der Hochkultur aus. Meistens schreibt er unter seinem Realnamen. Er kann zu jedem Thema etwas beitragen, ist integer und läßt auch andere Meinungen zu. Er ist tolerant, weiss aber, daß er im Recht ist.
Typ 3:
Der ewige Student; oft auf Krawall gebürstet. Er beginnt fast jeden Satz mit:
“Ich möchte auf keinen Fall persönlich werden, aber XY ist ein Spaltpilz. Ich möchte auch niemanden verdächtigen, aber ich glaube, daß ZY hier private Informationen weitergibt”
Typ 4:
Der sensible (ausübende) Musiker. Ist permanent beleidigt, fühlt sich zu wenig beachtet, bekommt zu wenig Applaus. Privat mit Sicherheit ein netter Typ.
Typ 5:
Der Musikwissenschaftler; argumentiert alles aus der Partitur heraus, geht (fast allen) mit seiner Besserwisserei auf den Senkel. Verlangt, daß Kritiken “richtiggestellt” werden. Alles, was nicht seinem Dogma entspricht, ist gekauft oder falsch. Das ist der Typ, mit dem man wahnsinnig gerne Abends weggeht, weil er an allem und jedem etwas zu meckern hat; sei es das Mischungsverhältnis im Drink oder die Würzung des Essens. Die Krönung ist dann meistens noch, daß er keine müde Mark auf der Tasche hat, um seinen so geschmähten Deckel zu zahlen.Meistens auch schwul (ohne Wertung, ich habe nichts gegen Schwule).
Typ 6:
Der “Macher” - hat von Musik überhaupt keine Ahnung, besitzt aber die umfangreichste CD-Sammlung und die hochwertigste HiFi-Anlage. Er möchte nur “dazugehören”, und kauft sich deshalb seine Beiträge bei professionellen Autoren, um nicht aufzufallen. Er ist ein sympathischer Draufgänger.
Das sind nur die “Antitypen”, mit Sicherheit finden sich auch hier und dort wirklich sympathische Charaktere, denen es tatsächlich um die Musik oder um die Horizonterweiterung geht. Aber diesen Typus findet man eher selten.
Was soll jetzt dieser Artikel? Es ist in jedem Fall begrüßenswert, daß es solche “Foren” gibt, egal wie man das Kind nun nennt. Klassikforum, Kulturforum, Forum für Lebenskunst, Mozartfreunde, Wagnerforum und und und.
Wir werden dort immer die gleichen Typen treffen, es wird überall, wo mehr als 20 Mitglieder, von denen 15 in eine der oben beschriebenen Typenklassen gehören, regelmäßig knallen. Das ist ja nicht weiter schlimm, wenn dabei nicht das eigentliche Thema auf der Strecke bliebe:
Die Musik.
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6.6.2009 von admin.
Liebe Leser,
soeben ist es uns gelungen, erste Fotos des wahrscheinlich im Juni 2009 in Serie gehenden Modells “Capriccio-Kulturforum“ auf dem Schwarzmarkt zu ergattern. Das Modell stellt eine echte Alternative zum bisherigen Marktführer in der Kategorie “Klassikforum” dar.
Technische Daten:
0 auf 169 User in 16 Tagen
Tankinhalt: 311 Themen
Verbrauch: 5.790 Beiträge / 311 Themen
Motor: Demokratie
Plattform: eingetragener Verein
Boardsoftware: WoltLab Burning Board 3.0.9
und hier das erste Foto dieses Spitzenmodells; an einigen Stellen ist es noch verfremdet, aber die Konturen und das Profil sind schon deutlich zu erkennen:
Hierzu ein Kommentar von Edwin Baumgartner, der seine persönliche Meinung wiedergibt:
Es gibt ein neues Diskussionsforum für klassische Musik?
Noch eines?
Ja. Und das ist gut so.
Sein Name ist Capriccio, zu erreichen ist es unter http://www.capriccio-kulturforum.de
Kaum studiert der aufmerksame Besucher, fällt ihm auf:
Da kennen sich viele untereinander offenbar aus einem andren Forum. Der Besucher mag nun rätseln, was da los gewesen sein mag.
Also lösen wir das Rätsel gleich: Capriccio ist eine Gründung von Musikbegeisterten, die es unmöglich fanden, sich im Klassikforum Tamino weiterhin wohl zu fühlen.
Das hatte seine Gründe, und die Gründe haben einen Namen: Alfred Schmidt.
Der Wiener Forenbetreiber sah es nicht gerne, wenn über die braune Vergangenheit seiner Lieblingsdirigenten Herbert von Karajan und Karl Böhm diskutiert wurde. Er sah es generell nicht gerne, wenn über braune Vergangenheiten diskutiert wurde. Lieber startete er Threads mit dem einzigen Ziel, das Forum und sich selbst beweihräuchern zu lassen.
Er fühlte sich als Kapitän auf einem Schiff. Auf einem Schlachtschiff, wohlgemerkt. Denn sein martialisches Vokabular hätte durchaus in die Armeen der jüngeren Vergangenheit gepasst, die heutigen sind da schon zu demokratisch.
Da bemühte Schmidt ein Vokabular, in dem es Wörter wie „Feindforen“ gab – was alle Klassikforen waren außer Tamino. Und überhaupt entfesselte Schmidt eine Rhetorik, die auch einem Napoleon gut zu Gesicht gestanden wäre:
„Meine Anhänger jedoch folgten mir“
und
„Ich beschließe das Forum totzuschweigen und auszuhungern“
war da zu lesen.
Ganz dick aber kam es, wenn Schmidt einen „Feind“ ortete:
„allein mein angeborenesd Misstrauen macht dies unmögklich - ich sehe einen TODFEIND in ihm.[…]Heute nachmittag fan die “Hinrichtung” der Nuitzers XXXXXX satatt“, konnte man da beispielsweise lesen, und ausnahmsweise habe ich Schmidts originelle Orthographie nicht stillschweigend korrigiert.
Man konnte auch lesen: „Selbst wenn XXXXXX - was sowieso nicht zu erwarten ist sein Forum aufgeben würde - Ich würde ihm nie wieder vertrauen -ich mag ihn nicht ja ich verabscheue ihn sogar“. Und einmal teilte Schmidt auch die Maximen seiner Aussöhnungspolitik mit: “Ich bin nachtragend bis über den Tod
hinaus und das Wort ‚Versöhnung‘ existiert in meinem Sprachschatz nicht.”
Das alles nahm man hin, weil einige wirklich kompetente Diskussionspartner an Tamino teilnahmen, die man schlicht und einfach nicht verlieren wollte.
Gerade die jedoch sorgten dafür, dass das von Schmidt als Bollwerk gegen die Moderne gedachte Forum immer Moderner wurde, die kompetentesten Beiträge über das Regietheater hatte, Neue Musik analytisch beleuchtete und in den großen kulturellen Zusammenhängen verortete und die falschen Künstler-Popanze der Vergangenheit mitunter recht unsanft, aber immer noch argumentativ hochwertig, vom Sockel stieß.
Zeit für einen Befreiungsschlag, fand Schmidt. Und feuerte ein weibliches Mitglied, das die Frechheit gehabt hatte, ihm zu widersprechen und demokratischen Umgang mit Mitgliedern einzumahnen. Dass diese Mitdiskutantin einen vollendet höflichen Umgangston pflegte und obendrein in Sachen Liedgesang und französische Vokalmusik einzigartige Fachkompetenz besaß, kümmerte den gekränkten Forenbetreiber nicht einmal dann, als sich die Mehrheit der von ihm ernannten Mit-Moderatoren gegen den Ausschluß aussprach.
Demokratie ist, was Schmidt als solche bezeichnet.
Dass eine Solidarisierungswelle einsetzen würde, war Schmidt klar. Wie breit diese ausfallen würde, dürfte er jedoch unterschätzt haben. Tamino verlor binnen kürzester Zeit über 50 seiner wesentlichsten Mitglieder – nämlich, bis auf an einer Hand abzählbare Ausnahmen, all jene, die das hohe Niveau und die Aufgeschlossenheit gegenüber Neuem sicherten.
Und genau diese Abtrünnigen fanden sich nun also zu Capriccio zusammen. So gibt es etwa demokratische Strukturen mit einem Verein als Träger, dem man freiwillig beitreten kann, wenn man beispielsweise an den Wahlen der Moderatoren teilnehmen will. Es besteht allerdings, möchte man nur mitdiskutieren, keinerlei Verpflichtung, dem Verein anzugehören.
Das wahrscheinlich wichtigste Projekt von Capriccio ist eine Sammlung von Namen und Kurzbiografien all jener Komponisten, Sänger und Musiker, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt wurden. Darin drückt sich, neben dem Bewahren der Erinnerung, der man sich seitens Capriccio verpflichtet fühlt, die klare antifaschistische Basis des Forums aus.
Die Mundpropaganda war übrigens so stark, dass schon während des nicht-öffentlichen Testbetriebs durchschnittlich vier neue Anmeldungen täglich zu verzeichnen waren.
Sicherlich kocht Capriccio auch nur mit Wasser – aber es könnte sein, dass dieses Wasser einfach von besonderer Qualität ist.
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5.6.2009 von admin.
oder die seltsamen Wandlungen des Alfred Obama…. Original: http://www.tamino-klassikforum.at/thread.php?threadid=10546 )
und hier kommen die monatlichen Charts der lesenswerten Kommentare aus dem “Forum der Superlative” in dem auf “allerhöchstem Niveau” kommuniziert wird:
A.S.: YES WE CAN!
FGB: Danke , dass Du , lieber Alfred , dies e Antegung mit ” Yes WE do ” augegriffen ahst . Wir hoffen , dass dies ein Thread wird , in dem völlig unverkrampft ( Verkrampfte gibts eh zuviele - woanders ! ) über Musik , Klurur im allgemeinen , Bildung zwanglos und aus eigener Erfahrung miteinander gesprochen bzw. geschrieben werden kann .
FGB: Und ein Notenbeispiel frauf und die web - Adresse
A.S.: Nach drei oder 4 mal Wschen wird dieser Teil spröde, imnd brüchig, und die Farben bleichen aus.
FGB: Diese heuteher Durchschnittsgrössen gibt es auf jeden Fall zu bestellen
FGB: Die Lebendigkeit in einem Musikforum hängt nicht primär von der Startquantität und unqualifizierten Angriffen aus .
rolo: darf ich hier mal gerade posten, was ich gerade höre?
FGB: …Dies gilt auch für die hier im Tamino-Klassikforum herrschende Auffassung der liberalen geistig fundierten Diskussionen
teleton: Solti muss drauf`, und die Decca!
FGB: Der Maestro ist ledier aus heutiger Sicht so früh verstorben , dass ihn
hier im Forum kaum jemand im Konzert oder in der Oper erlebt haben
dürfte . Seit Jean Martinon ( im Konzert und auf - damals LPs - habe ich Debussy so anlytisch scharf , so leichtend nicht gehört .
Norbert: 13:11 - 24:15 - 21:23 - 19:25 - der ist flott unterwegs. Mehr sage ich dazu nicht.
ken bohrs: Da hatte wohl jemand wieder einmal keine Partitur zur Hand … Keine Ahnung … Das sagt aber nichts über die Tempi und Tempiverhältnisse. Im Übrigen ziehe ich mich aus dieser Diskussion zurück. Weiterhin viel Spaß. Meine Güte — was für eine Wortklauberei — was mich wieder einmal zu dem Schluß kommen läßt, meine Internet-Aktivitäten noch drastischer zu beschneiden …
FGB: für mich bleibt Prof. Theoro Heuss die wahrscheinlich prägenste Persönlichkeit in Deutschland bis heute
N.N.: Im Sinne seiner [FGBs] Patioenten ann man wirklich nur hoffen, daß er Pathologe ist….
A.S.: Vielleicht finden wir MEHRERE “bsete” Violettas - wer weiß ??
Harry Gral: Aber nur, wenn es in deutscher Sprache gedruckt ist!
Hubert Hahn: Genau!!
Loge: mir ist langweilig, seit der Baumgartner fort ist….
Tom Pappe: nimmst Du es auch mit mir auf?
A.S.: NOCULT! YES, WE CAN!!
Dem Erscheinen des Tomiano-Tee-Shörts wird mit Spannung entgegengesehen.
Hoffentlich kommt nicht so etwas dabei heraus:
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25.5.2009 von admin.
Liebe Leser,
hier kommen (natürlich komprimiert und völlig aus dem Zusammenhang gerissen) ein paar Zitate des Tamino-Administrators. Wer sich also in Zukunft dort registrieren möchte, hat hier schon einmal die Gelegenheit, fleissig zu üben.
Wie nämlich der Redaktion zugespielt wurde, hat sich Alfred Schmidt entschlossen, bei der telefonischen Registrierung auch das notwendige Vokabular beim designierten Neumitglied abzufragen.
Die Schlüsselwörter sind noch einmal extra durch die Redaktion markiert, einfach schön auswendig lernen, und beim netten Telefonat mit Alf das ein oder andere Wort aus dieser Liste fallen lassen, dann steht einer Registrierung nichts mehr im Wege.:
ZITAT:
Ich möchte nicht, daß jemand bei der Konkurrenz schreibt - sollte das der Fall sein, weiß jeder im Forum wie ich reagiere…..[…]Derzeit versucht Herr XXXXXX, unser Mitglied XXXXXXXXXX zum Schreiben ihn seinem Forum zu bewegen…….
Ich meinte, totschweigen wäre der bessere Weg.
Herr XXXXXX weiß, daß das meine Taktik ist, und deshalb hat er sich den Trick mit XXXXXX einfallen lassen.
Aber er irrt. Das was er damit erreichen wollte hat er mit ziemlicher Sicherheit nun für immer verspielt.[…]Es gibt eine Art von Bekanntheit, welche gesellschaftlich tödlich sein kann.
Man grüßt den Betreffenden (oder auch nicht) , versucht aber schon wenn man ihn von weitem sieht, die Straßenseite zu wechseln wenn man ihn sieht - nur um nicht grüßen zu müssen.[…]Ich habe schon in verschiedenen Foren gepostet - immer fanden sich Gleichgesinnte - die meisten sind mir von Forum zu Foruim gefolgt.
In dem Moment, wo ich das Forum verliess trat immer ein und derselbe Effekt ein - zunächst fanden sich dort alle ein, die sich durch mich beleidigt fühlten, oder denen meine Attitüde ein Dorn im Auge gewesen war. Meine Anhänger gjedoch folgten mir (größtenteils zumindest). Nach drei Monaten war dann der Spuk vorbei. - Das Forum dümpelte entweder vor sich hin oder lief schaumgebremst auf niedrigem Niveau weiter.[…]WENN ich den NAmen TAMINO “aufgäbe” (man beachte die Möglichkeitsform” - dann wäre er binnen 8 Wochen tot . Mausetot
Dafür würde ich sorgen.
Ich würde - im Falle des Falles - selbstverständlich einige Zeit ein Parallelforum betreiben - und Tamino erst dann töten - wenn Google sein Interesse auf das Neue Forum gerichtet hätte….
Es wären aber weitere Optionen denkbar.
Unsere PR Maschinerie - egal unter welchem Namen - wird ja durch eine Unzahl von Mitgliedern einerseits - und durch Verbindungen zu Leuiten aus der Klassikszene andrerseits - in Schuss gehalten.[…]Daß der Nutzer aber MICH beschuldigt hat, seine Identitität verletzt zu haben - und mir mit einer Klage gedroht hat - das war sein Todesurteil.[…]Ich entfernte daraufhin sowohl die gewünschte Textpassage - als auch hHerrn XXXXXX - was sich sehr
negativ auf den Verkauf seiner CDs auswirkte - er hatte keine Plattform mehr.[…]Ich beschliesse das Forum totozuschweigen und auszuhugern.
Niemand der mich je im Stich liess wird hier je wieder posten[…]XXXXXX versucht wirklich alles: Er hängt sich bei google mit bezahlten Anzeigen bei Tamino an. (Ich hätte ihm sagen können daß das nichts
bringt) Er spottet - Er lockt - er demütigt sich (aus meiner Sicht) indem er erklärt er würde gerne wieder zurückkehren. allein mein angeborenesd Misstrauen macht dies unmögklich - ich sehe einen TODFEIND in ihm.[…]Heute nachmittag fan die “Hinrichtung” der Nuitzers XXXXXX satatt - sein account wurde endgülti geelöscht. Das bedeutet, daß seine Beitrage dem Gemeinschaftskonto “Gast” zugordnet werden - sein Avatar erlischt.
Der Name kann NIE wieder im Forum benutzt werden - nicht mal wen ICH es wollte - Das sytem erkärt bei Neuanmeldung - “Nutzername existiert bereits oder ist verboten.” Er ist also tot.[…]Er kann FROH sein, daß ich das nicht im öffentlichen Teil poste, denn ich frage mich was seine Geschäftspartner wohl dächten, wenn sie
über seine Praktiken bescheid wüssten ….[…]Meine Gegner haben mich in dieser Hinsicht schon hunderte Male im Internet zitiert - und sogar verfälscht.
Die Ausdrücke “Todesurteil” bei “entfernung” oder “Solbstmord” bei Weggang eines Mitgliedes aus Foren sind glaube ich “Moderatorenslang” - und daher nicht überzubewerten.
“Vernichtungsfeldzug” war nie einer geplant
Meine Strategie lautete “totschweigen”
Mit der Nutzung eines auf Verwechslung ausgerichteten Forennamens hat er mir einen Schuss vor den Bug verpasst, der mich ZWINGT diese Strategie aufzugeben. Das war voll beabsichtigt.
Und nun bekommt er (ich sehe Tamino als “Schiff” ) eine “Breitseite” ab.
Aber natürlch auf MEINE Weise. Auch meine Breitseiten werden mit feiner Klinge gefochten - die Veröffentlichung der Korrespondenz - sie wird ihn ins Zwielicht setzen - zumindest.
Ich habe noch ein paar Karten im Talon und bin jederzeit bereit die auszuspielen - ein Skorpion eben……[…]Selbst wenn XXXXXX - was sowieso nicht zu erwarten ist sein Forum aufgeben würde - Ich würde ihm nie wieder vertrauen -ich mag ihn nicht ja ich verabscheue ihn sogar ……
Um im Seemannsdeutsch zu bleiben:
Gestern wurde das letzte Tau gekappt
der Point of no return ist überschritten[…]
ZITAT ENDE
Viel Spass beim üben und beim erlernen der notwendigen Vokabeln, die demnächst sogar die Telefonprüfung überflüssigf machen werden.
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25.5.2009 von admin.
Nach dem großen Exodus im Tamino-Klassikforum formiert sich die Welt der Liebhaberinnen und Liebhaber der klassischen Musik neu. Die Phase “Papageno”, das Zeltlager, welches zur Verarbeitung und Aufarbeitung des Gewesenen diente, ist mittlerweile verwaist, die aufgestaute negative Energie ist dort geblieben, und das ist auch gut so.
Seit dem 18.05. ist das neue Projekt Capriccio Kulturforum online, mit dem gestrigen Tag hat es bereits die 100. Registrierung gegeben. In der Mitgliederliste finden sich auch Tamino-Geschädigte aus früheren Jahren, welche seither von der virtuellen Bildfläche verschwunden waren.
Man sieht aber auch Nicks des anderen Klassikforums , denn auch dort scheint man begriffen zu haben, daß Internetforen sich durchaus ergänzen können. Internet hat ja auch irgendwie mit Netz, Vernetzung zu tun.
Während das Capriccio-Forum in rasanter Geschwindigkeit wächst (Inhalte können derzeit nur von registrierten Mitgliedern eingesehen werden), macht sich der deutliche Einbruch bei den Postingzahlen im Tamino-Forum bereits jetzt bemerkbar. Als Außenstehender ist zu beobachten, daß der Foreninhaber Alfred Schmidt nun verstärkt wieder eigene Threads ins Leben ruft oder reaktiviert, letzteres insbesondere aus Bereichen, die seiner Meinung nach in der letzten Zeit wohl zu kurz gekommen sind (Karajan z.B.), daneben werden Alibi-Threads zu Mendelssohn geöffnet.
Jetzt fehlt eigentlich nur noch ein Thread zur Emanzipation des weiblichen Geschlechts; oder so etwas Ähnliches. Aufrecht erhalten wird das ganze Dilemma zur Zeit (so zumindest die Sicht eines Außenstehenden) durch ein paar wackere Recken und Reckinnen, die nach wie vor Plattencover einstellen oder in unleserlichem Kauderwelsch sinnfreie Postings absondern.
Die Party ist vorbei.
Vorbei sind wohl auch die Selbsthuldigungsthreads, die bis vor kurzem noch regelmäßig im Tamino-Forum zu lesen waren. Das “hohe Niveau”, auf das der Forenleiter immer so stolz war, ist mit dem Weggang der potentesten Mitglieder zu Profanität geworden.
Kein Funken mehr von Eloquenz ist in den Beiträgen zu finden. Soll diese Entwicklung traurig stimmen? Nein, denn viele (auch Nur Mitleser) dürfen wirklich gespannt auf die weitere Entwicklung bei Capriccio blicken; hier entsteht ein echtes Gegengewicht zur ewigen Nr. 1 der Klassikforenszene.
Bei Capriccio sind, im Gegensatz zu Tamino, im Übrigen private Kontakte unter den Userinnen und Usern ausdrücklich erlaubt.
Die Party kann beginnen…
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7.5.2009 von admin.
Insider kennen die jährliche “Reinigung des Mitgliederbstands” im Tamino-Klassikforum als “Herbstputz“.
Pünktlich zu Beginn des Wonnemonats Mai hat es heuer eine Art Frühjahrsputz gegeben, allerdings hat bei dieser Säuberungsaktion nicht der Allmächtige selbst Besen und Lappen in die Hand genommen, es hat quasi eine Art Selbstreinigung gegeben.
Die Hintergründe dieses Kollpapses sollen hier gar nicht weiter breitgetreten werden, nur eines dazu sei angemerkt:
Es wurde auch wirklich Zeit!
Und es ist wunderbar zu verfolgen, daß es eben manchmal doch auch Initiativen von Personen mit “Zugkraft” bedarf, um auf Mißstände hinzuweisen. Andere Personen, die über Jahre eng und emotional mit der Tamino-Community verbunden waren, rissen mit sochen Aktionen nicht gerade offene Türen ein.
Bravo!
Glosse in der Wiener Zeitung zu diesem Thema: KLICK
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