@FGB

Lieber Frank,

zu Deinem Kommentar vom 21.1.2010, 21:26:

  1. Und ich würde mich freuen , wenn Du auch einmal etwas über das “capriccio-kulturforum” schreiben könntest . Bald ein Jahr alt und noch immer geschlossen . Warum denn das ? Und dann etwas zu den Protagonisten Richard Ross , Nils , Henning Kolff , euphonia ( welch ein Wohlklang als Namen ! ) , Herrn Brixius , severina , oper337 mit seinem feschen Sakko ?6 + 6 = 12Frank

von meiner Seite aus Folgendes:

1. Du brauchst die Rechenaufgabe nicht in Deinem Kommentar zu wiederholen, damit dieser freigeschaltet wird. Diese “Rechenaufgabe” ist lediglich ein Schutz vor Spam. Inzwischen habe ich es aber so eingestellt, daß Kommentare sofort freigeschaltet werden.

2. Was soll ich über Capriccio schreiben? Hast Du denn das Schreiben vom Lullisten an Alfred Schmidt nicht gelesen? Da steht doch alles drin? Außerdem steht es Dir ja frei, Dich dort zu registrieren, und Dir ein Bild vom aktivsten Klassikforum im deutschsprachigem Raum zu machen. Die URL lautet http://www.capriccio-kulturforum.de. Es sind bestimmt auch für Dich interessante Themen dabei, und die Diskussionskultur dort ist mittlerweile vom Allerfeinsten. Als Referenzthread möchte ich hier z.B. den Faden “Wer hat Angst vorm schwarzen Mann - Die Kritik am Regietheater” nennen. Hier wird dieses heikle Thema vernünftig und mit stichhaltigen Argumenten kontrovers diskutiert, ohne ins polemisch-fanatische abzugleiten. Das ist aber nur ein Beispiel für die gepflegte Atmosphäre bei Capriccio.

Die Beteiligung liegt im Schnitt um 30% höher als bei Tamino - über das Niveau muss sich jeder selbst ein Bild machen.  Was die “Öffnung” anbetrifft: Das Projekt wird, nachdem nun die technischen und juristischen Voraussetzungen geschaffen worden sind, in Kürze auch für nicht-registrierte Leser öffnen. Ich werde den Termin hier bekanntgeben, sobald er feststeht. Ich denke es wird gegen Mitte bis Ende Februar soweit sein.

12 Antworten auf “@FGB”

  1. Frank Georg Bechyna sagt:

    Lieber Holger ,

    sehr interessant , was Du schreibst .

    TF ist , dies unter uns , natürlich zu erwarteen gewesen , auch eine Angriffsfläche nur unsachlicher Art gegen mich seit Ulli und Matthias nicht mehr dabei sind .

    Obwohl es keinen aussermusikalischzen Zusammenhang gibt .

    Der Capriccio-Chef ist ja Rechtsanwalt in Düsseldorf .

    TF ist schlimmer geworden als es 2006 und 2009 gewesen ist .

    Das ist so einfach festzustellen .

    Kenne inzwischen mehrere, die einfach drin bleiben , weil sie eben schon Jahre dabei sind .

    Ich danke Dir für Deine Anregung .

    Meine technischen Daten wie Telefonnumer etc. dürftest Du ja haben .

    Matthias kennt sie alle ; Ulli auch .

    Für jetzt Dir gute Wünsche und bis bald !

    Frank

  2. admin sagt:

    @Frank
    wir sind hier nicht “unter uns”, das weißt Du schon, oder? Falls ich Deinen Kommentar löschen soll (er gefährdet Deine Mitgliedschaft, auch das wirst Du wissen!), dann melde Dich bitte.

  3. TB sagt:

    Wäre echt bitter, wenn FGB seinen Wirkungsschwerpunkt von T nach C verlegen müsste. Also bitte schnell löschen, bevors der Wiener Merker merkt.

  4. TB sagt:

    Engelbert schreibt wieder

  5. admin sagt:

    @TB
    alter Hut :-)
    siehe hier http://brucknerfreun.de/update-tamino-austritte/#comments Kommentar Nr. 7

  6. Frank Georg Bechyna sagt:

    Lieber Holger ,

    ich war und bin für geradliniges , ehrliches Verhalten .
    Und : es gibt weiere abwanderungswillige User im TF . Es ist angeblich eine Frage des timings .
    Nachweislich habe ich heute nachmittag u. a. Anrufe von Musikfreunden bekommen , die ich nicht einmal vom richtigen Namen her kannte .
    Was ich Dir schreibe, kann in diser Form jeder / ( auch jede ! ) mitlesen .
    Dass Du 2008 wohl geschrieben hast ich sei “observatrice” ist definitiv nie richtig gewesen . Im TF gab es einen “observator” ( aus Wien ) .
    Und in das-Klassikforumde gab es jemanden, der die aliasnamen “observatrice” bzw. “observator ’sehgr gut und interessant’ fand .

    Es ist strategisch wahrscheinlich besser , wenn Du diese Kommentar für Dich ausdruckst , speicherts etc. . Und dann alles löschst . Danke.

    Einen schönen Abend !

    Frank

  7. Peter Stuckart sagt:

    Man sollte das capriccio-Forum auch nicht zu sehr loben. So ziemlich alle Hochkaräter, deren Weggang ich bei Tamino bedauert habe (nein, damit meine ich nicht Peter Brixius, Rideamus und deren Clique, über deren Weggang war ich nicht traurig) scheinen nicht mehr bei capriccio zu schreiben. Auch capriccio scheint zum Normalo-Forum mit einem nicht allzu hohen Niveau zu mutieren. Capriccio ist ein linskliberales Normalo-Forum, Tamino ist ein konservativ-bürgerliches Normalo-Forum. Anscheinend haben eben nur Normalos nichts besseres zu tun, als so viel Zeit mit dem Austausch der immergleichen Meinungen zu verbringen. Das soll jetzt auch keine Kritik sein, da die Suche nach menschlicher Wärme in unser kalten Zeit verständlich ist. Doch die Klassikforen, wie sie gegenwärtigen existieren, können nicht diejenigen befriedigen, welche das Niveau von guten Büchern zur klassischen Musik gewohnt sind.

    Das Internet scheint insgesamt ein wenig von der Anfangseuphorie einzubüßen, die Entwicklung der Klassikforen ist das symptomatisch.

  8. Frank Georg Bechyna sagt:

    @ Peter Stuckart :
    Guten Abend !

    Wir müssten erst einmal dringend klären war “linksliberal” ist ( den letzten bekannten Deutschen , der linksliberal war kann man mit Herrn Flach eindeutig festmachen ) . Das war “konservativbürhgerlich” ist dagegen nicht ( etwa Roland Koch ? oder Oettinger , oder Westerwelle , oder …. ? ) .

    Ich will hier gar nicht auf die Namen eingehen, die Sie genannt haben , Herr Stuckart .

    MIR geht es nur um Musik .

    Ideologien haben in Klassikforen nichts zu suchen .

    I c h jedenfalls möchte sachbezogen diskutiefren .

    Übrigens schön und erfreulich , dass der Terminus “menschliche Wärme ” nun auch bei Ihnen vorkommt .
    Zuerst wurde er am Tage sein es Abschieds aus dem Tamino-Klassikforum von “der Lullist” verwendet .

    Einen schönen Spätabend !

    FGB

  9. Peter Stuckart sagt:

    Guten Abend Herr Bechyna,

    es ist eine Illusion zu glauben, man könne über klassische Musik idologiefrei diskutieren, da kulturelle Fragen immer eine politische Dimension besitzen. Die Diskussion um Wagner in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts hatte beispielsweise eine politische Dimension, auch wenn diese etwas verworren ist. Gerade wenn man die romantische Philosophie des 19. Jahrhunderts billigt, wonach die Musik unter anderem auch Ausdruck der Volksseele ist (Herder!), dann wird man sich fragen, wie der fraglose Verfall der abendländischen Kunstmusik zu bewerten ist, und man wird geneigt sein, auch andere Verfallserscheinungen mit diesem Verfall in Verbindung zu bringen. Man würde nach ersten Anzeichen des Verfalles suchen und diese mit historischen Ereignissen in Verbindung bringen. Hieraus würden ganz natürlich auch politische Diskussionen erwachsen.

    Solche Diskussionen finden in den Klassikforen allerdings nicht statt, weshalb die dortigen Diskussionen oftmals einen Verdrängungscharakter haben, die auf die Dauer nur oberflächliche Menschen ertragen. So erkläre ich mir, dass die Klassikforen immer mehr zu Normalo-Foren werden.

    Der Preis für die verdrängte politische Dimension der klassischen Musik sind hitzige Stellvertreterdebatten: Ganz offensichtlich wird dies ja in den Diskussionen über die Inszenierungsart des Regietheaters.

    Dass gegen Herrn Schmidt immer wieder völlig grundlos die Nazikeule geschwungen wird, zeigt zweierlei. Erstens: Die verschiedenen Klassikforen besitzen eine verdrängte politische Dimension. Zweitens: Das Argumentationsniveau ist in diesem Land auf einem erbärmlichen Niveau angekommen.

    Gerade weil man hierzulande nicht frei seine Meinung äußeren kann, möchte ich auch nicht die von mir verwendeten Begriffe “linskliberal” und “bürgerlich-konservativ” tiefschürfender zu erkläutern, auch wenn Sie mich darum gebeten haben.

    Am erfolgreichsten wird die politische Dimension der klassischen Musik übrigens in “das-klassikforum.de” verdrängt, bei dem Sie ja auch unter dem Namen “Ganong” aktiv waren. Hier wird wirklich ideologiefrei argumentiert. Bezeichnenderweise ist aber dort mittlerweile der Was-höre-ich-gerade-Strang der aktivste Strang, da man bei diesem Strang die politische Dimension der Musik noch am besten ausblenden kann.

    Gerade weil sich die politische Situation immer mehr zuspitzt, man aber in den beiden großen Klassikforen die politische Dimension mehr oder minder verdrängt (obwohl sie immer ein wenig da ist, weshalb man ja auch zwischen “linskliberal” und “konservativ-bürgerlich” unterscheiden kann) bekommt die Beschäftigung mit der klassischen Musik in den Foren immer mehr einen Verdrängungscharakter. Das ist natürlich nicht jedermanns Sache, weshalb sich der Erfolg dieser Foren trozt aller größenwahnsinnigen Ansprüche der Betreiber in engen Grenzen hält.

    Freundliche Grüße

  10. Frank Georg Bechyna sagt:

    Grüss Gott Herr Stuckart !

    Schön , dass Sie mir hier immer wieder ausfürhlich schreiben.
    Dass jede Form einer Rückbesinnung auf politische , philosophische und psycho(patho)logische Zusammenhänge
    “verdrängt” wird oder zu werden scheint , das ligt primär jedenfalls nicht an meinen vielen Beiträgen der letzten 5 1/2 Jahre .

    Dies ist im das-klassikforum.de zu Zeiten von Siamak Asgari , mir oder “Zelenka” nicht so der Fall gewesen . Es gab dort nie poltisch motivierte Auseinandersetzungen. Ich bin damasl aus rein zeitlichen Gründen ausgeschieden ! Sinnvolles hat bis zu seinem Tod im August 2008 dann nur noch “Zelenka” geschrieben ; leider ohne jede substantiierte Antwort ! Er hätte eineigens kleines , kompetentes Spezialforum aufgemacht . Wer exzellente Küche haben wil der geht auch eher in Paris ins “Ritz” zu Michel Roth oder ins “Tour d’Argent” essen stat in ein Fast-Food-Lokal .

    Ob nun Herbert v. Karajan , L. Bernstein überwiegend homosexuell waren in einem Musikforum zu diskutieren ( so man die s überhaupt wirklich als Schreibender weiss ) , erscheint mir völlig nachrangig .

    Dies spielt auch für die Interpretationen keine Rolle .

    Dass etwa das Tamino-Klassikforum.at im Laufe der Jahre Austrittswellen erlebt hat ( derzeit die dritte ) , das müsste man dann ggf. schon auch unter kulturpolitischen Aspekten diskutieren . Und dies ist geschlechts- und altersunanhängig . Und bis jetzt wurde ja kein neues Forum aufgemacht !
    das TF hat seine grossen Erfolg ( quantuitaiv ) dem Niedergang des Forums der Klassikakzente ( DGG ( die daran selbst Schuld ist ! ) und dem Zustrom vonsehr vilen Opernfreunden zu verdanken . Und : dass das-Klassikforum unter Richard Ross bekanntlich auch qualitativ rapide abgenommen hat .
    “Capriccio” hat von ca. 325 Mitgliedern nur ca. 50 ehemaligen “Taminos” . Somit sind rein zahlenmässig weitere User “unerkannt” gegangen .

    Ihen ein nachdenkliches Wochenende !

    FGB

  11. Forenhopper sagt:

    Die politische Dimension in klassischer Musik ist sicher interessant. Allerdings sind mir in Klassikforen meistens die Userinnen und User sympathisch, die ein entspanntes und hedonistisches Verhältnis zur Musik haben.

    Beiträge zur politischen Dimension sind oft belehrend und ungenießbar. Und sie sind in der Regel der kleinste gemeinsame Nenner der User: Diktatoren sind schlimm. Ich glaube, Alfred Schmidt aus Wien denkt da nicht anders.

    Was soll aber die politische Dimension, wenn sie bloß museal aufbewahrt wird? Bei Tamino wurde noch vor dem großen Exodus letztes Jahr eine Inszenierung in Köln kontrovers diskutiert. Deren Vorbereitung wurde durch den Unwillen im Ensemble gestört, den Anweisungen des Regisseurs unbedingt zu folgen.
    Gegner des Regietheaters stellten sich auf die Seite der Angestellten; in Kulturfragen “Fortschrittliche” beklagten mitunter unbotmäßiges Vorgehen der Gewerkschaft, das nicht zu dulden sei.

    Da hatte die politische Dimension der Kunst einen ganz aktuellen Aspekt, der auch das ach so engagierte Capriccio-Forum spalten könnte. Dass man solche Diskussionen um des lieben Forenfriedens beschränkt, kann ich nachvollziehen.

    Die Gedenkabteilung bei Capriccio ist eine gute Sache. Aber der eigentliche politische Sprengstoff in der Musik liegt doch woanders. Und wenn man den ruhen lassen will, sollte man zumindest über B.A. Zimmermann und Helmut Lachenmann schweigen.

  12. Frank Georg Bechyna sagt:

    Guten Tag Herr Stuckart ,

    guten Tag Herr Forenhopper !

    Nach meinen Kenntnissen hat sich das Thema “Regietheater” , ohnehin überbewertet wegen der oft dünnen Beiträge , bis zur Unkenntlichkeit entschärft .

    Von verinzelten Störangriffen abgesehen ist das tamino-Klassikforum.at in politisch - weltanschaulicher Hinsicht eher liberal geworden .

    Die 2009 meist freiwillig Ausgeschiedenen haben in dem Capriccio-Kulturforum.de nicht annähernd das in rund 10 Monaten zu leisten vermocht , was sie angekündigt hatten .
    Und der Sprengstoff, der durch einige von ihnen im TF hochgekommen war ( nach meiner Meinung durch wenige Personen ) liegt nun dort - explosionbereit .

    das-klassikforu.de war in rauhen Wassern gekennzeichnet durch ganz persönliche wechselseitige Angriffe . Von den damaligen Beteiligten ist meines Wissens niemand in das TF gegangen , sondern alle sind im CF zu finden . Diese Forum lebt ohnehin nur von Beiträgen, die Mitglieder des CF dort schreiben .

    Grüsse ,

    FGB

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