Archive für April 2010

Tamino und das Web 2.0

Liebe Leserinnen und Leser,

als das Tamino-Klassikforum 2004 ans Netz ging, überschritt das WorldWideWeb gerade die Schwelle in das sogenannte Web 2.0. Ein offnenes Netz, das durch soziale Netzwerke und “user generated content” geprägt sein sollte. Das Forum, respektive die Forensoftware bot und bietet alle features, die eine Web 2.0-kompatible Plattform benötigt. Offensichtlich war es aber nie das Bestreben des Tamino-Betreibers, diese neue Evolutionsstufe des Internets mitzunehmen. Nicht nur, daß Tamino immer noch in der völlig überholten Version 2.3.6 des WoltLab Boards läuft, das board ist soweit (technisch gesehen) degeneriert, daß sämtliche sozialen Kontakte der Forenmitglieder unmöglich geworden sind.

So schaltete Alfred Schmidt nach dem gr0ßen Exodus in 2009 zunächst die PN-Funktion für alle Mitglieder ab (diese Funktion erlaubt das Versenden von privaten Nachrichten der User untereinander). Er fürchtete zu dieser Zeit, daß diese Funktion zur Untergrabung des Administrators und zur Abwerbung von Mitgliedern mißbraucht werden könnte.

Jüngst hat nun Schmidt auch den internen “Tritsch-Tratsch”-Bereich verschwinden lassen, zumindest wurde uns dieses so zugetragen. Ob er sich damit einen Gefallen getan hat? Eher nicht, denn eine interaktive Plattform lebt auch und gerade durch die Möglichkeit, auch privat mit den Forumskolleginnen und Kollegen einen Austausch zu haben.

Das kürzlich in Troisdorf abgehaltene “Tamino-Treffen” hat nun keine Chance, innerhalb von Tamino “nachbereitet” zu werden.

Wozu aber führen alle diese Maßnahmen? Die Diskussionen werden einfach ausgelagert, und zwar dorthin, wo man frei und ohne Druck miteinander diskutieren kann, so z.B. bei facebook. Was dabei ein bisschen übel aufstößt: Anscheinend ist es bei Tamino auch nicht mehr gestattet, Kritik an Beiträgen oder Threads zu üben, so wird dieses wichtige Element ebenfalls auf andere Plattformen ausgelagert. Tamino hat somit für einen Außenstehenden seine Organik und Dynamik komplett verloren.

Wir werden diese Entwicklung weiter beobachten.

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